Papenhorster Bockwindmühle im Wandel der Zeit

Ausstellung im Foyer des Edemisser Rathauses

Der Ortsheimatpfleger Werner Heise lädt zu einer Ausstellung im Foyer des Edemisser Rathauses ein.

Anlässlich des Deutschen Mühlentages, der jährlich am Pfingstmontag stattfindet, ist das Thema der Ausstellung:

Die Alvesser Bockwindmühle von der Papenhorst „Im Wandel der Zeit“.

Zu sehen ist die Ausstellung vom 1. Juni bis zum 14. Juni 2017 zu den üblichen Öffnungszeiten des Rathauses.

Neues von der Papenhorster Bockwindmühle

Anfang des Jahres 2015 bekam Werner Heise eine Anfrage vom Freilichtmuseum Hessenpark

Sehr geehrter Herr Heise,
wie Sie sicher wissen, wurde die Bockwindmühle von der Papenhorst im Freilichtmuseum Hessenpark wiedereröffnet. Unser Ziel ist es jetzt, die Bockwindmühle der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, dafür gestalten wir Innentafeln. Leider liegen uns keine Fotos der Müllerfamilien vor, können Sie uns in dieser Sache mit Informationen weiterhelfen, oder uns andere Ansprechpartner empfehlen? Über ein Telefongespräch mit Ihnen würde ich mich sehr freuen.“

Gemeinsam halfen Theodor Matthies und Werner Heise dem Freilichtmuseum. Die Bockwindmühle wurde am Pfingstmontag den 25.Mai 2015 erstmals wieder für Besucher geöffnet. Unter den Besuchern natürlich auch der ehemalige Besitzer Theodor Matthies mit der Familie seines Sohnes, die in der Nähe des Museums wohnt.

Das Museum stellte Werner Heise einige Bilder vom Wiederaufbau der Mühle zur Verfügung. Bilder und Belege von der Demontage sind im Museum nicht vorhanden. Den Tipp, mal Reinhardt Leichert zu kontaktieren, griff Werner Heise auf. Über das Internet besorgte er sich Adresse und Telefonnummer. Gleich beim ersten Anruf hatte er den richtigen Reinhardt Leichert am Telefon.

Dieser schickte dann ein Paket nach Alvesse. Der Inhalt, Bilder von der Demontage in Alvesse, Konstruktionszeichnungen und Bilder von der Montage im Freilichtmuseum Hessenpark, „ein wahrer Schatz“. Der Kontakt vom Museum erfolgte über die Internetseite http://alvesse-heimatpflege.de.

Ebenfalls über diese Adresse schrieb am 30. Juni 2016 Jan Nobel aus Holland folgendes:
Mit sehr viel Interesse habe ich die Geschichte der Alvesser Mühle gelesen.
Vier Jahre war ich alt, als ich zum ersten Mal, mit meinen Eltern, bei der Familie Boes im Jahr 1953 logiert habe. Einige Male haben wir die Familien Boes und Matthies noch besucht, das letzte Mal 2005.

Grund unserer Besuche war, mein Vater hat als Holländischer Kriegs-gefangener im zweiten Weltkrieg auf dem Hof gearbeitet. In der Zeit ist dann eine Freundschaft entstanden.

Bei einem unserer Urlaube auf dem Boeschen-Hof, klingelte es an der Haustür. In der Tür stand ein französisch sprechender Mann. Es war Stefan Wojciechowski der im ersten Weltkrieg, als Polnischer Kriegsgefangener bei Boes gearbeitet hat.

Am 28.3.2017 besuchte Jan Nobel mit Frau und Freunden Alvesse. Beim Kaffeetrinken am Gartenteich in der Stummelriede tauschte man Bilder und sprach über die Papenhorster Bockwindmühle.