Workshop, Dokumentarfilm – Von Bananenbäumen träumen

Noch Plätze frei im Workshop für Kinder + Jugendliche!!

Am 2.+3. September findet von 10-16h der Workshop „Build your Automatic Gießkanne“ („Bau dir eine automatische Gießkanne“) statt. Wir verwenden die Physical-Computing-Plattform Arduino , die sich auch für andere Projekte wieder benutzen lassen. Das System ist leicht verständlich und daher auch für absolute BeginnerInnen geeignet.

Sonntag wird zusätzlich eine „offene Werkstatt“ angeboten, in der auch die Erwachsenen herum experimentieren können. Außerdem findet am Sonntag eine Miniausstellung im DGH in Oelerse statt. Gezeigt werden Arbeiten des Workshopleiters und Künstlers Marcel Degen, der sich mit Automatisierung und Digitalisierung beschäftigt. Der Workshop soll eine Idee davon geben, wie man sich als Laie neue Technologien zu Nutze machen kann und welche Chancen sich bieten.

Die Teilnahme ist kostenlos. Zum Gießkanne bauen bitte nach Möglichkeit anmelden. Bitte per Mail an amelie.befeldt[at]gmx.de oder telefonisch unter 05176-8744 bei Reinhard Bartels, 1. Vorsitzender des Heimat- und Archivverein Edemissen. Man kann sich auch nur für den Samstag anmelden.

 

Ideenwerkstatt Eltze – Dokumentarfilm Von Bananenbäumen träumen 

Vergangen Sonntagabend drehte sich im Heimat- und Archivverein Edemissen alles um BürgerInnen-Initiative, Strukturwandel und ehrenamtliches Engagements. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „In Butterbergen“ hatte HAV-E die 2. Sprecherin der Ideenwerkstatt Eltze, Frau Stefanie Heidinger, eingeladen um über ihre Erfahrungen zu berichten. Anschließend stand eine Fahrgemeinschaft in Das Andere Kino in Lehrte bereit zum gemeinsamen Schauen des Dokumentarfilms „Von Bananenbäumen träumen“, der diese Themen ebenfalls behandelt.

Die Ideenwerkstatt wurde 2014 aus der Motivation gegründet, das Leben im Dorf selbst zu gestalten. Man wollte das Schwinden von gewerblicher, verkehrlicher aber auch sozialer Infrastruktur nicht länger akzeptieren. Es wurden bereits erfolgreich erste Projekt realisiert, darunter ein Pflanzenmarkt und die nach wie vor aktive Mitfahrhilfe. Bekannt ist auch das aktuelle Vorhaben der Gruppe: so wird überlegt, ob und wie man einen Dorfladen in Eltze eröffnen kann. „Ein Dorfladen mit Café!“, wie es Frau Heidinger wichtig ist zu betonen, schließlich soll dadurch vor allem der Erhalt der Dorfgemeinschaft gestärkt, das Café zum Treffpunkt der EltzerInnen werden. Um nicht in Konkurrenz mit bestehendem Gewerbe zu treten, wird eng mit den bereits ansässigen ProduzentInnen zusammengearbeitet. Auch wenn es in Eltze fast vorbildlich zu laufen scheint, erfordert das auch hier mitunter viel Fingerspitzengefühl.

Von großen Plänen, Problemen und Dorfgemeinschaft handelte auch der Film „Von Bananenbäumen träumen“. Als wegen Sparmaßnahmen die letzte Schule dicht gemacht werden soll, beschließen die BewohnerInnen des kleinen Dörfchens Oberndorf im Landkreis Cuxhaven gegen das Sterben ihrer Heimat anzukämpfen. Sie gründen eine Aktiengesellschaft um ihre Dorfprojekte künftig selbst finanzieren, vielleicht sogar die Schule kaufen zu können. Geld verdient werden soll mit einer Welszucht. Diese Fische brauchen viel Wärme, die aus der Abwärme einer ebenfalls zu bauenden Biogasanlage stammen soll, die wiederum mit der Gülle der regionalen LandwirtInnen gefüttert. werden könnte. Ein geschlossener Kreislauf, aus dem irgendwann auch Bananen hervorgehen sollen, so der Traum der OberndorferInnen. Der Weg dahin ist zäh und steinig, die ZuschauerInnen erleben im Film Höhen und Tiefen der Projektarbeit mit

Die Pläne der Ideenwerkstatt Eltze sind weniger exotisch, vergleichbar schwierig umsetzbar und von ähnlicher Motivation. Im Film heißt es an einer Stelle „Plötzlich ist so eine Diskussion in Gang gekommen: Wie will man eigentlich leben?“ Ein Satz, der so auch von Frau Heidinger stammen könnte, wenn sie engagiert und begeistert von ihrer Arbeit und ihren MitstreiterInnen berichtet. Es ist dann auch dieser Satz, der bei den ZuhörerInnen bzw. ZuschauerInnen hängen bleibt und mit dem der Abend endet.

Diese Veranstaltung fand im Rahmen der Veranstaltungsreihe „In Butterbergen“ statt und war nur möglich durch den tollen Einsatz der HAV-E Vorstände und Mitglieder. Mehr unter

www.butterberge.de